"So, jeder noch einmal auf`s Tor, dann machen wir ein Spiel." Dreizehn Mädchen der dritten und vierten Klassen hängen an den Lippen ihrer AG-Leiterin und stürmen los, als sie das Signal gibt. Yvonne ist Trainerin beim Stadtteilverein und leitet seit einem halben Jahr auch die Mädchenfußball-AG der Grundschule.
Als die Arbeitsgemeinschaft startete und die Studentin in jeder Klasse die Werbetrommel für die AG rührte, zeigte sich schnell, dass das Interesse der migrantischen Mädchen Fußball zu spielen, riesengroß ist. Die Liste war schnell voll, der Schulleiter hätte gleich vier AGs mit begeisternd kickenden Mädchen füllen können.
Und allein in der Schule dem Ball hinterher zu jagen, reicht einigen Kindern nicht mehr, sie spielen seit ein paar Monaten auch im Verein mit, nach der Sommerpause gehen gleich zwei neue Mädchenmannschaften im Spielbetrieb an den Start. Über die AG und ihre Leiterin haben sie den Weg in den Verein gefunden.
Die Mitgliedszahlen im organisierten Sport zeigen deutlich, dass die Vereine es bislang kaum schaffen, Mädchen mit Migrationshintergrund zu erreichen. Über die Schulen kann es gelingen, auch migrantische Mädchen für den Fußballsport zu begeistern und in Kooperation mit Vereinen Wege in den organisierten Sport aufzuzeigen.
